Trocknet Öl die Haut aus?

Trocknet Öl die Haut aus?

Heute widmen wir uns der spannenden Frage, wie eine Hautpflege aus reinen Ölen funktionieren kann. Ob es funktionieren kann. Und wenn ja, wie. Hier scheiden sich bekanntlich ja die Geister.

Es gibt immer wieder Konzepte, die eine wasserfreie, also rein Öl-basierte Pflege, hypen. Es kommen (logischerweise) viel weniger Inhaltsstoffe auf die Haut und man kommt ewig mit einem Öl aus. Allerdings gibt es auch viele Gegenstimmen. Warum das so ist und was die VOR- und NACHTEILE einer Ölpflege sind, werde ich euch in den folgenden Abschnitten erklären.

Zuerst einmal beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Techniken.

Prinzipiell lassen sich drei verschiedene Varianten der Ölpflege ausmachen: Reinigung mit Öl, Pflege mit Wasser bzw. Hydrolaten und Öl und zuletzt pures Öl auf trockener Haut. Nachstehend erkläre ich euch die Möglichkeiten.

1) Reinigen mit Öl – die Oil Cleansing Method

Die Theorie hinter dieser Methode besagt, dass durch die Verwendung herkömmlicher Reinigungsprodukte (zum Beispiel durch Einsatz von Tensiden oder zu viel Alkohol) das Fett aus der oberen Hautschicht gelöst wird. Das führt dazu, dass die Haut zu Trockenheit neigt, anfälliger für Bakterien ist und immer mehr Fett nachproduziert wird. Auch fettige oder unreine Haut soll deshalb von dieser Pflege profitieren, da durch das Belassen des Fettes in der Haut diese nicht gereizt wird und auch nicht mehr Fett erzeugen muss.

Für jeden Hauttypen werden entsprechende Öle ausgewählt, als Basisöl wird oft Rizinusöl angeführt. Und das ganze funktioniert so: man gibt eine kleine Menge Öl in die Handflächen und trägt dieses anschließend auf die Gesichtshaut auf. Das Öl wird nun in kreisende Bewegungen einmassiert. Danach ein kleines Handtuch mit warmem Wasser befeuchten und das Öl abnehmen. Manchmal wird auch dazu geraten, das Handtuch einige Zeit lang auf dem Gesicht zu belassen, da sich so die Poren öffnen würden.

Das war’s auch schon. Kommen wir zum nächsten Punkt.

2) Pflege mit Wasser/Hydrolaten und Öl

Hier geht es um die Gesichtspflege. Bei dieser Methode wird das Gesicht mit Wasser oder -besser- Hydrolaten angefeuchtet, und eine geeignete Ölmischung (die auf den eigenen Hauttyp abgestimmt ist) in die Haut einmassiert. Durch das vorherige Befeuchten kann Wasser (sprich Feuchtigkeit!) in die Haut gelangen und wird dort durch das Öl gehalten.

Bei der Auswahl der Öle ist es wichtig, sich ein Basiswissen anzueignen, welches Öl für welchen Hauttyp geeignet ist und in welchem Verhältnis es mit anderen Ölen gemischt werden sollte. Viel Know-how darüber gibt es auf der Seite von Olionatura, wenn ihr hier klickt, werdet ihr direkt zu den Ölportraits weitergeleitet. Ihr könnt euch hier auch direkt darüber informieren, welche Öle wir einsetzen und was diese leisten.

So und nun zum letzten Punkt.

3) Pures Öl/Balsam auf trockener Haut

Hier wird ganz einfach das pure Öl (ebenfalls in einer dem Hauttyp entsprechenden Mischung) auf die trockene Haut aufgetragen. Im Gesicht oder auf dem ganzen Körper. That’s it.

 

Ihr wisst jetzt also Bescheid, welche Möglichkeiten es gibt, die Haut mit Öl zu reinigen oder zu pflegen. Jetzt möchten wir euch noch die PRO’S und CON’S dieser Art der Hautpflege vor Augen führen:

 

  • Wenn du mit einer Ölpflege gut klarkommst – kein Problem, bleib einfach dabei. Es bedeutet, dass deine Haut gut mit Feuchtigkeit und hauteigenen Emulgatoren ausgestattet ist. Gratulation!
  • Für überpflegte Haut oder Haut, die empfindlich auch Emulgatoren reagiert, kann eine Ölpflege ein Zeit lang eine gute Alternative sein.
  • Die Ölpflege wie in Punkt 2 geschrieben, wo davor Wasser oder Hydrolat verwendet wird, ist eine gute Möglichkeit. Hat aber auch seine Grenzen. Es muss nämlich vorausgesetzt werden, dass genügend hauteigene Emulgatoren vorhanden sind.
  • Für reife Haut ist diese Art der Pflege nicht geeignet, da die Haut mit den Jahren an Elastizität verliert und Feuchtigkeit nicht mehr in ausreichendem Maß produziert werden kann. (Wenn du mehr über die Funktionen unserer Haut erfahren möchtest – besuche uns doch auf Facebook oder Instagram, hier gibt es jeden Donnerstag einen Beitrag dazu; die Symbole zum Anklicken findest du ganz oben auf der Seite)
  • Fettige und unreine Haut braucht Feuchtigkeit, um die Aufgaben in der Hornhaut zu gewährleisten. Fehlt es an dieser, kann es zu Verhornungsstörungen und somit zu Unterlagerungen und Pickeln kommen.

Trocknet Öl die Haut aus?

DAS BEDEUTET:

Emulgatoren – wie in einer Creme oder Lotion – sorgen dafür, dass Fette und Wasser eine schützende Schicht auf der Haut bilden können. Das ist auch der Grund dafür, warum dieser Form der Pflege der Vorzug gegeben wird: sie unterstützt die Funktionen der Haut, Wirkstoffe können eingesetzt werden und sie ahmen die natürliche Zusammensetzung der Haut nach. Wichtig dafür sind immer sinnvoll konzipierte Rezepturen, die auf die unterschiedlichen Hauttypen abgestimmt sind.